SV Sachsenring e.V. – Tischtennis

Sport, im Verein am schönsten

Tischtennis

Zweigeteilter Abend für alle Beteiligten

Regionalliga: SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal gegen SSV 07 Schlotheim
Die Sporthalle auf dem Pfaffenberg hat schon atemberaubende, tolle und sehr spannende Auseinandersetzungen erlebt. Was die mehr als 170 Zuschauer am Freitagabend erlebten, muss die Gefühlswelt der Fans ziemlich durcheinandergeschüttelt haben. Aber der Reihe nach. Zu ungewöhnlich später Stunde um 20 Uhr läutete der gastgebende SV Sachsenring die neue Ära des Plastikballs mit einer choreographisch wunderbar inszenierten Showeinlage ein, die begeisterten Applaus der Zuschauer hervorrief. Die etwa zehnminütige Performance zeigte ein Wechselspiel von farbigen Laserlichtern und einer sportlichen Einlage zweier Sari-Nachwuchstalente. Die erst neunjährigen Hoffnungsträger Niclas Piechotta und Finn Schlegel zeigten dabei in einigen Ballwechseln, was sie mit dem „alten“ Zelluloidball bereits alles gelernt haben und stampften das Spielgerät danach symbolisch in den Boden der Pfaffenberg-Sporthalle. Denn fortan wird im Trainings-und Wettkampfbetrieb des Vereins nur noch mit dem Plastikball gespielt. Unser langjähriger Materialpartner Butterfly unterstützte diese Aktion und spendete zusammen mit einem ortsansässigen Unternehmen symbolisch 3333 Trainingsbälle der neuen Sorte für die über 60 Kinder und Jugendlichen beim SV Sachsenring, die es zum Ende der Performance von der Hallendecke „regnete“. So weit, so gut.
Das anschließende Heimspiel der noch jungen Saison verlief dann mehr als kurios. Zwei der Stammspieler der Hohenstein-Ernstthaler, Dmitry Zakharov und Aleksandr Smirnov steckten durch verkehrstechnische Widrigkeiten im Süden von Deutschlands fest und waren zu Beginn der Partie noch nicht anwesend. Immer im permanenten Handykontakt verbleibend, hoffte man im einheimischen Lager, dass beide Spieler noch rechtzeitig und das heißt in diesem Fall, mit Beginn der zweiten Einzelrunde eintreffen würden. Somit begann die Partie gegen die sehr fairen und sympathischen Gäste aus Thüringen mit Vier gegen Sechs. Ein Doppel und zwei Einzelspiele mussten somit zunächst kampflos abgegeben werden. In den beiden regulär gespielten Doppeln verloren Nick Neumann-Manz/Johann Koschmieder mit 0:3 gegen das Spitzendoppel der Gäste, während sich Chris Albrecht/Thomas Hornbogen in ihrer Partie mit 3:0 durchsetzen konnten. Nick Neumann-Manz erkämpfte gegen die Nummer eins der Gäste, Ludek Laboutka, einen deutlichen 3:0-Erfolg und auch Chris Albrecht, Thomas Hornbogen und Johann Koschmieder gewannen ihre Spiele und der Gastgeber führte mit 5:4. Der von allen nicht erhoffte Umstand trat nun doch ein, die beiden Spieler standen zu lange im Stau und waren mit Beginn der zweiten Einzelrunde immer noch nicht in der Sporthalle. Nach Wettspielordnung war somit die Mannschaftsaufstellung nicht regelkonform und die Partie wird mit 9:0 für die Gäste gewertet werden. Ein mehr als unglücklicher Umstand, den Teamcoach Christian Hornbogen mehr als bedauerte und sich im Namen der Mannschaft bei den zahlreichen Zuschauern entschuldigte. Zehn Minuten nach Abbruch der Partie waren die untröstlichen Sari-Akteure Dmitry und Aleks dann in der Pfaffenberg-Turnhalle angekommen. Ein weiteres künstliches, und somit auch unsportliches Herauszögern des Wettkampfs war nicht mehr vertretbar. An dieser Stelle sei dem Schlotheimer Team nochmals herzlich gedankt, die zunächst einer ursprünglichen Verlegung des Spieltermins wegen der Qualifikation unseres Spitzenspielers Nick Neumann-Manz für das TOP 48-Turnier am Wochenende sowie einem weiteren späteren Beginn der Partie aufgrund der Geschehnisse vor Ort zugestimmt hatten. Unter dem Strich bleibt auf der einen Seite ein ganz bitterer Ausgang des Abends, auf der anderen Seite die Erkenntnis einer herrlichen Punktspielatmosphäre, die unseren Männern bei voller Besetzung wohl den ersten Heimsieg der Saison beschert hätte. Jetzt heißt es im Lager des SV Sachsenring sich die „Wunden“ zu lecken und das nächste Heimspiel gegen Effeltrich am kommenden Samstag akribisch vorzubereiten.

 

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